TABELLEN und TAFELN zur Grabungstechnik
Ein Hilfsmittel für die archäologische Geländearbeit |
Einleitung |
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Einen unfehlbaren Ausgräber gibt es leider nicht und wird es wohl auch nie geben. Dafür ist die archäologische Feldarbeit durch zu viele unvorhersehbare Umstände gekennzeichnet. Deshalb passt sich heute eine reguläre Ausgrabung ständig den aktuellen Ergebnissen, aber auch dem Kenntnisstand der Archäologie und deren Nachbarwissenschaften an. Die praktische Grabungstätigkeit und Dokumentationsarbeit erfordern dabei oftmals eine Gedächtnisstütze, eine Vergleichstafel oder eine Nachschlagehilfe. Zu diesem Zweck kursieren vielfältige Literatur-Kopien, wobei die gerade benötigte doch nie zur Hand ist. Das vorliegende Heft soll nun einige wesentliche Eckdaten für die Geländearbeit zusammenführen. Ein weiterer Grund ist die häufige Notwendigkeit, interessierte aber noch ungeübte Mitarbeiter in den Grabungsablauf sinnvoll einzubeziehen. Oft geschieht dies durch wildes Gestikulieren mit erhobenem Zeigefinger, oder aber man ritzt Skizzen mit der Kelle in den Lehm der Grabungsfläche. Die hier folgenden Abbildungen können diesen Prozess nicht unwesentlich vereinfachen. Archäologische Ausgrabungen und deren Dokumentation variieren europaweit erheblich. Nicht nur Befundlage, Erhaltungsbedingungen und äußere Umstände sind dafür verantwortlich, auch spielen die verschiedenen Traditionen und letztendlich die persönliche Handschrift der Ausgräber eine große Rolle. Oftmals wird selbst die Dokumentation innerhalb einer Ausgrabung durch verschiedene stilistische Merkmale geprägt. Darunter leidet die Vergleichbarkeit erheblich, eine Verarbeitung in Datenbanken wird erschwert. Wünschenswert wäre also längerfristig eine annähernd einheitliche Begriffsdefinition. Vielleicht kann dieses Heft einen Ansatz dazu liefern. Mit den folgenden Tabellen und Tafeln soll die archäologische Dokumentationsarbeit im Gelände hilfreich unterstützt werden. Im Vordergrund steht deshalb der praktische Gebrauchswert. Auf ausführliche Erläuterungen und eine umfangreiche Literaturliste wurde daher bewusst verzichtet. Ziel ist also kein Lehrbuch, sondern ein möglichst übersichtliches Arbeitsmittel und Nachschlagewerk. Vordergründig geht es hierbei um das Beschreiben, nicht um das Interpretieren archäologischer Befunde. Soweit möglich wurden Fremdworte umgangen oder zusätzlich in ihrer Übersetzung dargestellt. Eine Vollständigkeit kann wohl nie erreicht werden, an der Erweiterung wird jedoch ständig gearbeitet. Kritiken und Anregungen sind deshalb immer willkommen.
Bei der nunmehr fünften Auflage wurde die Gliederung von Mauerwerk und Steinartefakten grundlegend überarbeitet. Ergänzungen gibt es außerdem im Bereich der mathematischen Grundlagen, der Vermessung, der Beschreibung von Sediment und Körperbestattungen, sowie bei den komplexen Befunddarstellungen. Absichtliche Zurückhaltung kennzeichnet die digitalen Dokumentationsmethoden, weil diese noch sehr veränderlich sind und sich bisher nur wenige Standards durchsetzten konnten. |
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Für weitere Informationen: info[at]ausgrabungstechnik.de
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